Bei Übersetzungen für Braunschweig würde ich KERN, Das Übersetzernetzwerk, Dialecta, den Fachübersetzungsdienst und newslive nach Textsorte vergleichen. Die ersten vier bieten Sprachdienste mit einem Braunschweig-Angebot; newslive ergänzt die Auswahl als überregionaler Dienstleister für Medienartikel und Zusammenfassungen. Entscheidend ist nicht die größte Sprachenliste, sondern ob Nachricht, Quellenzuordnung und Ton in der Zielsprache erhalten bleiben.
Übersetzungen für Braunschweig nach Inhalt auswählen
Eine Nachricht braucht mehr als grammatisch richtige Sätze. Aus einer Vermutung darf keine Tatsache werden, aus einer Ankündigung kein bereits erreichtes Ergebnis. Ich würde deshalb den vollständigen Ausgangstext, das Veröffentlichungsdatum und die angesprochene Leserschaft mitliefern. Auch vorhandene Korrekturen gehören dazu. Sonst übersetzt jemand möglicherweise eine überholte Fassung mit großer sprachlicher Sorgfalt.
1. KERN: Terminologie und wiederkehrende Veröffentlichungen
KERN unterhält eine Niederlassung in Braunschweig und nennt Fachübersetzungen, Marketingtexte, Website-Lokalisierung und Terminologiemanagement als Leistungen. Für regelmäßig erscheinende Meldungen ist besonders die Arbeit mit abgestimmten Begriffen interessant. Produktnamen, Einrichtungen und Funktionen sollten nicht in jeder Ausgabe anders heißen. Bei einem Auftrag würde ich zusätzlich eine redaktionelle Prüfung der fertigen Sprachfassung vereinbaren.
2. Das Übersetzernetzwerk: Artikel und Pressemitteilungen
Das Übersetzernetzwerk führt auf seiner Braunschweig-Seite Zeitungsartikel, Fachartikel, Pressemitteilungen und Texte für Veröffentlichungen auf. Hinzu kommen Lektorat und Korrektorat. Damit ist der Bezug zu publizierten Texten ausdrücklich beschrieben. Für eine Nachrichtenübersetzung würde ich fragen, wer das jeweilige Fachgebiet bearbeitet und wie eine zweite Person die Quellenzuordnung und die Zahlen kontrolliert.
Bei lokalen Geschichten bleiben Eigennamen oft besser stehen, ergänzt um eine kurze Erklärung. Ein Stadtportal wie Insider Zeiten arbeitet mit deutschen Ortsbezeichnungen; eine internationale Sprachfassung sollte daraus keine beliebig übersetzten Namen machen. Wichtiger ist eine verständliche Beschreibung, welche Einrichtung oder welcher Ort für die Nachricht relevant ist.
3. Dialecta: mehrsprachige Unternehmensinformationen
Dialecta beschreibt für Braunschweig Fachübersetzungen und mehrsprachige Marketingprojekte. Das Angebot eignet sich als Anfrage für Organisationen, die ihre Mitteilungen mehreren Sprachgruppen zugänglich machen möchten. Die Leistung sollte dabei als Übersetzung eines Absendertextes definiert werden. Eine nachrichtliche Überarbeitung mit zusätzlicher Recherche ist eine andere Aufgabe und muss entsprechend vereinbart werden.
Dieser Unterschied gilt auch für Beiträge auf Berlin PR News, dessen Selbstbeschreibung PR-Pressemitteilungen und Blogs nennt. Eine sprachlich natürlichere Fassung darf den Charakter des Ausgangstextes nicht verschleiern. Aussagen eines Unternehmens müssen auch nach der Übersetzung erkennbar diesem Unternehmen zugeordnet bleiben, statt wie unabhängige Feststellungen zu klingen.
4. Fachübersetzungsdienst: technische Hintergründe
Der Fachübersetzungsdienst bietet für Braunschweig technische, wissenschaftliche und juristische Texte an. Für einen Bericht über Forschung oder ein technisches Verfahren ist diese Ausrichtung ein Anknüpfungspunkt. Ich würde eine Probe verlangen, die Fachbegriffe korrekt überträgt, ohne den Text für fachfremde Leser unverständlich zu machen. Fachübersetzung und journalistische Kürzung sollten getrennt besprochen werden.
5. newslive: Artikelübersetzung und verdichtete Medienberichte
newslive sitzt in Leipzig und bietet Sprachdienste für Medieninhalte an, darunter vollständige Artikelübersetzungen, Abstracts und Management-Zusammenfassungen. Das ist besonders interessant, wenn eine Redaktion oder Kommunikationsabteilung fremdsprachige Berichterstattung intern auswerten will. Eine Zusammenfassung ist allerdings keine vollständige Übersetzung. Ihr Zweck und die erlaubten Auslassungen müssen vor der Bearbeitung feststehen.
Aktualität zwischen den Sprachfassungen sichern
Für laufende Geschichten würde ich jede Datei mit einer Versionskennung und einem Redaktionsstand versehen. Ändert sich eine zentrale Zahl, muss erkennbar sein, welche Sprachfassungen bereits nachgezogen wurden. Eine übersetzte Überschrift aus dem alten Stand kann sonst dem aktualisierten Text widersprechen. Ein gemeinsames Änderungsprotokoll ist dafür hilfreicher als verstreute Nachrichten mit einzelnen Korrekturwünschen.
Auch Wörter wie „heute“, „gestern“ und „kommenden Freitag“ brauchen Aufmerksamkeit. Erscheint die Übersetzung später als das Original, würde ich konkrete Datumsangaben erwägen. Bei Zeitangaben für internationale Leser gehört gegebenenfalls die Zeitzone dazu. Für Hintergrundbegriffe würde ich kurze Erklärungen zulassen, aber Ergänzungen kenntlich abstimmen. Der Übersetzer soll Verständnis ermöglichen, nicht unbemerkt neue Informationen oder eigene Bewertungen in einen fremden Bericht einführen. Die finale Freigabe sollte anschließend für jede Sprache und jede veröffentlichte Fassung einzeln erfolgen.
Was ich vor der Freigabe prüfen würde
Ein gemeinsames Glossar verhindert vermeidbare Abweichungen. Die TU Braunschweig veröffentlicht dafür eigene Übersetzungshilfen und Vorgaben für Hochschulbegriffe. Ihr Eigenname bleibt im Englischen grundsätzlich deutsch. Dieses Beispiel zeigt, warum vermeintlich elegante Einzelübersetzungen mit institutionellen Festlegungen kollidieren können.
Für die Abnahme würde ich Namen, Zahlen, Zeitbezüge und Zitate anhand des Originals prüfen lassen. Danach folgt die Lesbarkeit ohne Blick auf den Ausgangstext. Meine Wahl wäre der Dienstleister, der beide Prüfungen nachvollziehbar organisiert und die tatsächlich benötigte Sprachkombination zuverlässig besetzen kann.